Meine Ideen für Isernhagen

Vorwort

Liebe Mitbürger, liebe Nachbarn, liebe Isernhagener!

Unsere Gemeinde steht vor vielen Herausforderungen. Sie bieten zugleich die Chance für eine positive Entwicklung, denn Isernhagen verfügt über ein großes Potenzial für die Zukunft. Dieses Potenzial gilt es verantwortungsvoll zu nutzen.

Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters, weil ich überzeugt bin, dass ich meine Erfahrungen, meine Ideen und meine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, zum Wohle unserer Gemeinde sinnvoll einbringen kann. Ich traue mir zu, dieses verantwortungsvolle Amt mit großem Engagement, gesundem Menschenverstand und dem notwendigen Blick für die langfristige Entwicklung unserer Gemeinde auszuüben.

Mir ist wichtig, offen darzulegen, wofür ich stehe und welche Vorstellungen ich für die Zukunft Isernhagens habe. Deshalb habe ich die nachfolgenden Gedanken zusammengestellt. Sie sollen Ihnen ermöglichen, sich ein umfassendes Bild von meinem Amtsverständnis, meinen Standpunkten und meinen Ideen zu machen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, diese Seiten zu lesen. Eine Kurzfassung folgt in Kürze.

Mit besten Grüßen

André Marburg
Ihr Bürgermeisterkandidat für Isernhagen

Wie ich Isernhagen weiterbringen möchte

Die nachfolgenden Ausführungen beschreiben meine Sicht auf wichtige Themen unserer Gemeinde sowie meine Standpunkte, Ideen und Vorschläge zu ihrer weiteren Entwicklung. Sie zeigen auf, welche Schwerpunkte ich setzen und welche Themen ich als Bürgermeister besonders voranbringen möchte. Sie sollen Ihnen eine konkrete Vorstellung davon vermitteln, welche Impulse ich in die Gemeindepolitik einbringen möchte.

Mir ist dabei wichtig zu betonen, dass ein Bürgermeister Entwicklungen anstoßen, begleiten und gestalten kann. Viele Entscheidungen kann er jedoch nicht allein treffen. Sie bedürfen der Beschlussfassung durch den Rat der Gemeinde. Ich werde deshalb eigene Ideen und Vorschläge in die politische Beratung einbringen und mich dafür einsetzen, hierfür demokratische Mehrheiten zu gewinnen.

Leitgedanken

Mein Verständnis von Kommunalpolitik und vom Amt des Bürgermeisters lässt sich in fünf Leitgedanken zusammenfassen:

  • Die Gemeinde schafft gute Rahmenbedingungen. Sie soll Menschen, Familien, Vereine und Unternehmen unterstützen, nicht ihre Eigenverantwortung ersetzen.
  • Eine starke Gemeinde lebt vom Engagement ihrer Menschen. Familie, Nachbarschaft, Ehrenamt, Vereine, Feuerwehr und Unternehmen tragen gemeinsam zu einer lebenswerten Gemeinde bei.
  • Steuermittel sind verantwortungsvoll einzusetzen. Entscheidungen müssen wirtschaftlich, nachhaltig und zum Wohl der gesamten Gemeinde getroffen werden.
  • Der Bürgermeister ist Impulsgeber und Brückenbauer. Er bringt Ideen ein, stößt Entwicklungen an und wirbt im Rat der Gemeinde um tragfähige Mehrheiten.
  • Kommunalpolitik braucht Sachorientierung. Gute Entscheidungen entstehen durch Vernunft, Transparenz, Respekt und den Willen, langfristig die beste Lösung für die Gemeinde zu finden.

Diese Leitgedanken bilden die Grundlage meiner Standpunkte, Ideen und Vorschläge. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch die nachfolgenden Themen und beschreiben mein Verständnis davon, wie ich das Amt des Bürgermeisters ausüben möchte.

Themenübersicht

Bürgermeister für alle

Das Amt des Bürgermeisters ist ein Amt im Dienst der gesamten Gemeinde. Es ist geprägt von Verantwortung, Neutralität und dem Auftrag, für alle Menschen in Isernhagen da zu sein. Recht, Gesetz sowie unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bilden dabei den verbindlichen Maßstab meines Handelns.

Als Bürgermeister möchte ich Ansprechpartner für alle Einwohner, für die Räte der Gemeinde und für die Beschäftigten der Verwaltung sein. Ich möchte zuhören, unterschiedliche Interessen verstehen und dort, wo es möglich ist, Menschen zusammenführen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Dabei spielt es für mich keine Rolle, wen jemand wählt, woher er kommt oder welche Meinung er vertritt. Jeder Mensch verdient Respekt, ein offenes Ohr und eine faire Behandlung.

Ich bin überzeugt, dass gute Kommunalpolitik nicht vom Gegeneinander lebt, sondern vom Miteinander. Gute Entscheidungen entstehen dort, wo unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen ernst genommen werden und das gemeinsame Ziel im Mittelpunkt steht: das Wohl unserer Gemeinde.

Mit diesem Verständnis möchte ich Bürgermeister für alle sein – verlässlich, ansprechbar und mit dem klaren Anspruch, Isernhagen gemeinsam mit seinen Bürgern weiterzuentwickeln.

Freundliches Rathaus

Jeder Besuch im Rathaus beginnt mit einem Anliegen. Mein Ziel ist es, dass die Menschen freundlich empfangen werden und ihre Angelegenheit kompetent, respektvoll und möglichst unkompliziert erledigt werden kann. Wer das Rathaus wieder verlässt, soll das Gefühl haben, ernst genommen und gut beraten worden zu sein.

Ein freundliches Rathaus entsteht jedoch nicht durch Anweisungen oder einzelne Appelle. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Serviceorientierung wachsen dort, wo Beschäftigte gute Arbeitsbedingungen vorfinden, Wertschätzung erfahren und ihre Arbeit mit Motivation erledigen können. Deshalb gehören für mich die Weiterentwicklung der Verwaltung und ein bürgerfreundlicher Service untrennbar zusammen.

Dabei möchte ich die Verwaltungsabläufe noch stärker aus der Sicht der Einwohner betrachten. Bei jedem Verfahren sollten die Fragen im Mittelpunkt stehen:

  • Was erwartet der Bürger von seiner Verwaltung?
  • Wie können wir sein Anliegen möglichst verständlich, zügig und serviceorientiert bearbeiten?

Wo unnötige Hürden bestehen, sollten sie hinterfragt und – soweit rechtlich möglich – abgebaut werden. Moderne Verwaltung bedeutet nicht nur, Gesetze korrekt anzuwenden, sondern den Menschen auch den Weg durch die Verwaltung so einfach wie möglich zu machen.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass viele Menschen das Rathaus nur aufsuchen, weil sie eine gesetzliche Verpflichtung erfüllen oder auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen sind. Gerade dann verdienen sie einen respektvollen und professionellen Umgang. Ebenso haben die Beschäftigten Anspruch auf einen höflichen und respektvollen Umgang durch die Bürger. Wertschätzung muss in beide Richtungen gelten.

Konflikte lassen sich im Alltag einer Verwaltung nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist es, die Beschäftigten professionell auf schwierige Gesprächssituationen vorzubereiten und sie im Umgang mit eskalierenden Konflikten zu unterstützen. Mein Ziel ist ein offenes Rathaus, in dem gegenseitiger Respekt das Miteinander prägt. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sollten vermeidbar bleiben.

Ein freundliches Rathaus ist für mich kein Nebenaspekt guter Verwaltung. Es ist Ausdruck einer Verwaltungskultur, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt – den Bürger ebenso wie die Beschäftigten.

Attraktive Verwaltung

Ein Wechsel des Bürgermeisters ist eine große Chance, die Verwaltung weiterzuentwickeln. Alte Zöpfe können abgeschnitten werden und Raum für Neues schaffen.

Ich trete mit dem Ziel an, eine hohe Zufriedenheit der Beschäftigten mit ihrer Arbeit für das Gemeinwohl zu erreichen. Sie sollen ihren Dienst unter guten Arbeitsbedingungen leisten und sich in einem positiven Arbeitsklima wohlfühlen. Sie sollen ihre Ideen einbringen können, statt nur dabei zu sein, und sich stets bewusst sein, wie unerlässlich und wertvoll ihr Handeln und Schaffen für die Gemeinschaft ist.

Die Wertschätzung der Arbeit aller Beschäftigten ist eine wichtige Grundlage für den langfristigen Erfolg der Gemeinde. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für niedrige Krankenstände und eine geringe Fluktuation. Beides stärkt die Effizienz und Leistungsfähigkeit der Verwaltung und hilft langfristig, Kosten zu senken.

Mein Ziel ist es, dass sich die verschiedenen Fachbereiche der Verwaltung als ein gemeinsames Team verstehen und entsprechend handeln. Teamgeist lässt sich nicht verordnen – er entsteht in einem guten Arbeitsklima und wächst durch gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen. Wo dieses Miteinander bereits gelebt wird, möchte ich es stärken. Wo es noch nicht ausreichend vorhanden ist, werde ich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es entstehen kann.

Die Personalvertretung sehe ich ausdrücklich als wichtigen Partner, um Arbeitsbedingungen und Arbeitsklima kontinuierlich zu verbessern. Gemeinsam können wir den Teamgeist stärken und die Verwaltung insgesamt erfolgreicher machen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Personalrat ist mir ein echtes Anliegen. Er soll seine Aufgaben unter guten Bedingungen erfüllen können. Jedes gewählte Mitglied ist für diese Tätigkeit selbstverständlich vollständig freizustellen und durch geeignete Weiterbildungsangebote zu unterstützen. Gut qualifizierte Personalratsmitglieder kommen nicht nur allen Beschäftigten zugute, sondern stärken auch die gesamte Verwaltung.

Die Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten werde ich gezielt fördern. Sie ist eine Investition in die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und zugleich in die Zukunft der Gemeinde. An dieser Stelle zu sparen, wäre kurzsichtig und kontraproduktiv. Das Budget muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Lange Wartezeiten und Genehmigungsprozesse möchte ich vermeiden. Wer sich weiterbilden möchte, soll dabei die volle Unterstützung der Gemeinde erhalten.

Mein Ziel ist klar: Isernhagen soll dauerhaft zu den attraktiven Arbeitgebern unter den niedersächsischen Städten und Gemeinden vergleichbarer Größe werden und gehören – mit guten Arbeitsbedingungen, einer wertschätzenden Führungskultur und einem positiven Arbeitsklima.

Integritätsmanagement

Ein wichtiger Baustein einer modernen Verwaltung ist für mich die Einführung eines Integritätsmanagements. Dahinter steht ein systematischer Ansatz, um Ehrlichkeit, Transparenz, Verantwortungsbewusstsein und rechtskonformes Handeln dauerhaft zu fördern und zu sichern. Eine Verwaltung, die nach diesen Grundsätzen handelt, stärkt das Vertrauen der Beschäftigten ebenso wie das der Bürger.

Gerade auf kommunaler Ebene bestehen aufgrund der Vielzahl persönlicher Kontakte zu Unternehmen und Bürgern besondere Risiken unzulässiger Einflussnahme, etwa bei Vergaben oder Genehmigungsverfahren. Deshalb gehört eine wirksame Prävention für mich zu einer verantwortungsvollen Verwaltungsführung.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um Misstrauen gegenüber den Beschäftigten, sondern um ihre Unterstützung und ihren Schutz. Sie sollen für kritische Situationen sensibilisiert und darin geschult werden, Einflussnahme frühzeitig zu erkennen, richtig einzuordnen und sicher damit umzugehen. Klare Regeln und Orientierung schaffen Handlungssicherheit im Arbeitsalltag und tragen dazu bei, Fehlentwicklungen von vornherein zu verhindern.

Ein wirksames Integritätsmanagement stärkt damit nicht nur die Rechtmäßigkeit des Verwaltungshandelns, sondern auch die Glaubwürdigkeit der Gemeinde und das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Verwaltung.

Digitale Souveränität

Eine moderne Verwaltung ist heute ohne digitale Technik nicht mehr denkbar. Gleichzeitig darf sich die Gemeinde nicht in einseitige Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern oder Dienstleistern begeben. Digitale Souveränität bedeutet für mich, dass die Gemeinde selbstbestimmt entscheiden kann, welche Technologien sie einsetzt, wie ihre Daten verarbeitet werden und wie sie ihre digitalen Arbeitsabläufe gestaltet.

Digitale Lösungen müssen den Menschen dienen – den Beschäftigten der Verwaltung ebenso wie den Bürgern. Sie sollen Verwaltungsabläufe vereinfachen, die Servicequalität verbessern und die Beschäftigten von Routinetätigkeiten entlasten. Digitalisierung ist für mich kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für eine leistungsfähige, bürgerfreundliche und wirtschaftliche Verwaltung.

Bei zukünftigen Beschaffungen und der Weiterentwicklung der IT werde ich deshalb darauf achten, offene Standards und interoperable Lösungen zu bevorzugen. Wo es sinnvoll und wirtschaftlich ist, sollen Open-Source-Software und offene Technologien stärker berücksichtigt werden. Sie fördern Wettbewerb, schaffen Unabhängigkeit und ermöglichen es, digitale Lösungen langfristig selbstbestimmt weiterzuentwickeln.

Ebenso wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Daten der Gemeinde und ihrer Einwohner. Datensicherheit, Datenschutz und Informationssicherheit sind keine Gegensätze zu einer modernen Digitalisierung, sondern ihre unverzichtbare Grundlage. Das Vertrauen der Menschen in die digitale Verwaltung entsteht nur dort, wo ihre Daten sicher und verantwortungsvoll verarbeitet werden.

Auch künstliche Intelligenz bietet große Chancen für die kommunale Verwaltung. Sie kann Beschäftigte bei der Bearbeitung von Vorgängen unterstützen, Informationen verständlich aufbereiten oder Verwaltungsprozesse beschleunigen. Entscheidungen der Verwaltung müssen jedoch weiterhin von Menschen verantwortet werden. Künstliche Intelligenz soll die Beschäftigten unterstützen – nicht sie ersetzen.

Mein Ziel ist eine digitale Verwaltung, die leistungsfähig, sicher und unabhängig ist. Digitale Souveränität bedeutet für mich, technische Entwicklungen verantwortungsvoll zu nutzen und gleichzeitig die Entscheidungsfreiheit der Gemeinde dauerhaft zu bewahren.

Transparente Politik

Eine lebendige Demokratie lebt von Transparenz. Bürger müssen nachvollziehen können, wie politische Entscheidungen entstehen, wer sie getroffen hat und wie sie anschließend umgesetzt werden. Nur wer gut informiert ist, kann sich eine eigene Meinung bilden und politische Entscheidungen bei Wahlen sachgerecht bewerten.

Heute ist das oft unnötig schwierig. Zwar stellt die Gemeinde Informationen über ihre politischen Gremien und Entscheidungen online in einem Informationssystem zur Verfügung, in der Praxis sind diese Informationen jedoch häufig nur mit erheblichem Zeitaufwand zu finden und nachzuvollziehen. Für Ratsmitglieder ist vieles leichter verständlich, weil sie an den Beratungen beteiligt sind und über Hintergrundwissen verfügen. Diese Informationen fehlen den meisten Einwohnern.

Ich möchte deshalb die Transparenz kommunaler Politik deutlich verbessern. Politische Entscheidungen sollen verständlicher aufbereitet und in ihrem gesamten Verlauf nachvollziehbar werden – von der ersten Beratung über den Ratsbeschluss bis hin zur Umsetzung durch die Verwaltung. So entsteht ein vollständiges Bild politischer Prozesse.

Davon profitieren nicht nur die Bürger. Auch Ratsmitglieder und Verwaltung gewinnen einen besseren Überblick über laufende Projekte und ihren jeweiligen Bearbeitungsstand. Dadurch lassen sich viele wiederkehrende Sachstandsanfragen vermeiden. Das spart Zeit, reduziert unnötigen Verwaltungsaufwand und schafft Freiräume für die eigentlichen Aufgaben.

Moderne digitale Möglichkeiten und der Einsatz künstlicher Intelligenz eröffnen hierfür völlig neue Perspektiven. KI kann dabei unterstützen, umfangreiche Sitzungsunterlagen verständlich zusammenzufassen, politische Entscheidungsprozesse übersichtlich darzustellen und den aktuellen Umsetzungsstand von Beschlüssen transparent aufzubereiten. Dabei ersetzt sie selbstverständlich keine politischen Entscheidungen, sondern macht sie für alle Beteiligten leichter verständlich und besser zugänglich.

Darüber hinaus möchte ich prüfen, wie politische Informationen künftig über offene Schnittstellen bereitgestellt werden können. Dadurch könnten Bürger, Medien, Wissenschaft oder zivilgesellschaftliche Initiativen diese Informationen einfacher auswerten und innovative Anwendungen entwickeln. Transparenz endet nicht bei der Veröffentlichung von Dokumenten – sie beginnt dort, wo Informationen verständlich, nachvollziehbar und nutzbar werden.

Mein Ziel ist eine Gemeindepolitik, die offen kommuniziert und verständlich erklärt wird, um Vertrauen zu schaffen. Transparenz stärkt nicht nur die demokratische Kontrolle, sondern auch das Vertrauen der Menschen in Politik und Verwaltung.

Nachbarschaft

Eine starke Gemeinde beginnt in der Familie und setzt sich in einer lebendigen Nachbarschaft fort. Nach der Familie ist die Nachbarschaft die nächstgrößere Gemeinschaft unseres täglichen Lebens und ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Als Bürgermeister betrachte ich alle Einwohner unserer Gemeinde als meine Nachbarn. Auch wenn wir nicht Tür an Tür wohnen, tragen wir gemeinsam Verantwortung für das Zusammenleben in Isernhagen. Gegenseitige Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und ein respektvoller Umgang miteinander sind deshalb Werte, die unsere Gemeinde prägen sollten.

Nachbarn helfen sich gegenseitig, achten aufeinander und unterstützen sich oft unkompliziert dort, wo staatliche Hilfe weder erforderlich noch möglich ist. Gerade für ältere Menschen, Alleinstehende oder Familien mit kleinen Kindern kann eine gute Nachbarschaft von unschätzbarem Wert sein.

Nicht jede Herausforderung muss durch staatliche Angebote gelöst werden. Vieles gelingt dort am besten, wo Menschen in ihrer Nachbarschaft Verantwortung füreinander übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Aufgabe der Gemeinde besteht deshalb nicht darin, funktionierende Nachbarschaften zu ersetzen, sondern gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass sie entstehen, wachsen und dauerhaft bestehen können.

Ich möchte deshalb dazu beitragen, nachbarschaftliche Kontakte und Begegnungen zu fördern. Wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen, entstehen Vertrauen, Hilfsbereitschaft und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl. Die Gemeinde kann hierzu einen Beitrag leisten, beispielsweise durch die Unterstützung nachbarschaftlicher Initiativen, die unbürokratische Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten oder die Schaffung von Treffpunkten in den Ortschaften.

Eine lebendige Nachbarschaft stärkt nicht nur das gesellschaftliche Miteinander, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein füreinander. Sie macht unsere Gemeinde lebenswerter und trägt dazu bei, dass Hilfe häufig dort ankommt, wo sie am schnellsten und persönlichsten geleistet werden kann.

Begegnungsmöglichkeiten

Eine lebendige Gemeinde lebt von Begegnungen. Menschen brauchen Orte, an denen sie miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsame Interessen pflegen oder einfach Zeit miteinander verbringen können. Solche Begegnungen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und tragen dazu bei, Einsamkeit und sozialer Isolation entgegenzuwirken.

Deshalb möchte ich Gruppen und Initiativen unbürokratisch unterstützen. Ob regelmäßiger Klönschnack, Spielenachmittag, Handarbeitsgruppe, Chor, Theatergruppe oder andere gemeinschaftliche Aktivitäten – überall dort, wo Menschen sich engagieren und Gemeinschaft leben, soll die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Die vorhandenen Liegenschaften der Gemeinde sollen dafür, soweit möglich, genutzt werden können.

Dabei möchte ich bewusst nicht nur das klassische Vereinsleben unterstützen. Auch lose Initiativen, Nachbarschaftsgruppen oder Menschen, die sich projektbezogen engagieren möchten, sollen unkompliziert Möglichkeiten erhalten, sich zu treffen und ihre Ideen umzusetzen. Gemeinschaft entsteht heute auf vielfältige Weise – und diese Vielfalt möchte ich fördern.

Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel ist es wichtig, der zunehmenden Vereinsamung vieler Menschen entgegenzuwirken. Begegnungsmöglichkeiten fördern nicht nur das Miteinander, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu Lebensqualität, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe.

Auch Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich frei und unkompliziert treffen können – ohne Konsumzwang und ohne ständig auf kommerzielle Angebote angewiesen zu sein. Die Gemeinde unterhält Jugendtreffs, doch zusätzlich braucht es attraktive Treffpunkte im öffentlichen Raum. Solche Jugendplätze müssen sich an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen orientieren. Deshalb möchte ich sie gemeinsam mit den Fachkräften der Jugendarbeit und den Jugendlichen aus den einzelnen Ortsteilen entwickeln. Wer einen Ort mitgestalten kann, identifiziert sich mit ihm und geht verantwortungsvoll mit ihm um.

Kinderspielplätze sind dafür keine geeignete Alternative. Sie sind in erster Linie für Kinder bestimmt und sollen ihnen weiterhin ungestört als Spiel- und Bewegungsräume zur Verfügung stehen.

Mein Ziel ist eine Gemeinde, die Begegnungen ermöglicht und Gemeinschaft fördert – generationenübergreifend, wohnortnah und unkompliziert.

Kindertagesstätten

Die Qualität einer Kindertagesstätte hängt nicht zuerst vom Gebäude oder der Ausstattung ab, sondern vor allem von den Menschen, die dort arbeiten. Gute frühkindliche Bildung entsteht dort, wo pädagogische Fachkräfte ihre Arbeit mit Freude, Engagement und unter guten Rahmenbedingungen leisten können. Deshalb beginnt gute Kita-Politik mit guten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Unsere Kindertagesstätten leisten weit mehr als Betreuung. Sie begleiten Kinder auf ihrem Weg ins Leben, fördern ihre Entwicklung und erfüllen einen wichtigen Bildungsauftrag. Gleichzeitig ermöglichen sie vielen Eltern überhaupt erst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gute Kindertagesstätten sind deshalb ein wesentlicher Bestandteil einer familienfreundlichen Gemeinde.

Die pädagogischen Fachkräfte übernehmen dafür jeden Tag große Verantwortung. Sie verdienen nicht nur unsere Anerkennung, sondern auch Arbeitsbedingungen, die ihrer anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden. Wer täglich Kinder begleitet, fördert und bildet, muss seine Arbeit mit Freude, Motivation und ohne dauerhafte Überlastung ausüben können.

Seit Jahren sucht die Gemeinde intensiv nach pädagogischen Fachkräften. Die Vielzahl offener Stellen zeigt, wie angespannt die Lage auf dem Arbeitsmarkt inzwischen ist. Dass mittlerweile sogar Fachkräfte aus dem Ausland gewonnen werden müssen, macht deutlich, wie groß der Personalbedarf geworden ist.

Wenn Fachkräfte knapp sind, muss eine Gemeinde als Arbeitgeber attraktiv sein. Dazu gehören gute Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und eine leistungsgerechte Vergütung. Die bereits erfolgte Höhergruppierung der Sozialassistenten war ein richtiger Schritt. Auch für Erzieher halte ich eine Eingruppierung nach TVöD-SuE S 8b statt S 8a für sinnvoll. Je nach Erfahrungsstufe entspricht dies einer monatlichen Verbesserung von rund 100 bis 500 Euro brutto. Diese Investition stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinde als Arbeitgeber und verbessert die Chancen, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an Isernhagen zu binden.

Gute Pädagogik braucht die passenden Rahmenbedingungen. Die Gemeinde Isernhagen hat sich bewusst für eine bedürfnisorientierte Pädagogik entschieden – einen pädagogischen Ansatz, der sich an den individuellen Bedürfnissen, der Entwicklung und dem Lerntempo jedes einzelnen Kindes orientiert. Dieser Anspruch muss sich auch im Alltag der Kindertagesstätten widerspiegeln. Wo die bestehenden Rahmenbedingungen eine gute pädagogische Arbeit erschweren oder sogar unmöglich machen, müssen sie angepasst werden. Wer hohe pädagogische Ansprüche formuliert, muss auch die Voraussetzungen schaffen, damit sie im Alltag gelebt werden können.

Dazu gehört auch, die pädagogischen Fachkräfte von Aufgaben zu entlasten, die nicht zu ihrem eigentlichen Tätigkeitsbereich gehören. Zusätzliche Hauswirtschafts- und Unterstützungskräfte können dazu beitragen, dass Erzieher mehr Zeit für die Kinder und ihre pädagogische Arbeit haben. Ebenso soll die Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten gezielt fördert werden, denn sie ist eine Investition in die Qualität unserer Kindertagesstätten und in die Zukunft unserer Kinder.

Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema ist der Schutz vor den Folgen zunehmender Hitzeperioden. Bereits erarbeitete Hitzeschutzkonzepte dürfen nicht in Schubladen liegen, sondern müssen konsequent umgesetzt werden. Dazu gehören – abhängig von den jeweiligen Gebäuden – geeignete Maßnahmen wie Verschattung, Nachtlüftung oder moderne Klimatisierung. So schützen wir die Gesundheit der Kinder und der Beschäftigten und gewährleisten auch an heißen Tagen eine verlässliche Betreuung.

Auch die Leitungen unserer Kindertagesstätten tragen große Verantwortung. Ihre Vergütung sollte sich künftig stärker an der Größe und den Anforderungen der jeweiligen Einrichtung orientieren und nicht ausschließlich an der Zahl der betreuten Kinder.

Mein Ziel ist es, dass Isernhagens Kindertagesstätten hervorragende Bedingungen für Kinder, Eltern und Beschäftigte bieten. Gute Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal, moderne Ausstattung und eine Pädagogik, die im Alltag tatsächlich gelebt werden kann, sind keine freiwilligen Extras. Sie sind die Grundlage für eine hochwertige frühkindliche Bildung und eine starke Zukunft unserer Gemeinde.

Schulen

Die Gemeinde ist als Schulträger für den Bau, die Unterhaltung und die Ausstattung ihrer Schulen verantwortlich. Hierfür werden erhebliche Steuermittel eingesetzt, damit unsere Kinder unter guten Bedingungen lernen können. Es sollte selbstverständlich sein, dass die Schulgebäude und ihre Einrichtungen pfleglich zu behandeln sind.

Am Schulcampus in Altwarmbüchen (Gymnasium und IGS) wurde im Jahr 2025 durch Vandalismus ein Schaden in Höhe von 56.000 € verursacht. Schäden dieser Größenordnung belasten den Gemeindehaushalt erheblich und gehen letztlich zulasten aller Bürger. Um mutwillige Beschädigungen möglichst zu verhindern oder zumindest besser nachvollziehen zu können, sollten erprobte Verfahren aus anderen Kommunen übernommen werden, die den Zugang z. B. über Transpondersysteme regeln.

Viele Eltern und Schüler wünschen sich eine gymnasiale Oberstufe an der IGS. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar, weil dadurch ein Schulwechsel nach der Sekundarstufe I entfallen könnte. Gleichzeitig muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Einrichtung und der dauerhafte Betrieb einer weiteren Oberstufe mit erheblichen Investitions- und Folgekosten verbunden sind. Eine Entscheidung hierüber sollte deshalb sorgfältig geprüft und unter Berücksichtigung der Schülerzahlen, der langfristigen Entwicklung sowie der finanziellen Auswirkungen getroffen werden. Am Gymnasium wird eine Oberstufe unterhalten, die auch beste Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen bieten soll. Eine zweite Oberstufe darf nicht zulasten der bestehenden gehen.

Straßenverkehr

Eine durchgehende Straßenbeleuchtung während der Nacht erhöht die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erheblich. Auch Autofahrer profitieren von besseren Sichtverhältnissen. Die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in der vergangenen Kommunalperiode halte ich für eine Fehlentscheidung, die ich nicht unterstützt hätte. Sollte eine erneute Abschaltung zur Diskussion gestellt werden, werde ich mich dagegen einsetzen.

Die Steuerung der Lichtsignalanlagen in Altwarmbüchen entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Aufgrund fehlender Sensorik erhalten Verkehrsteilnehmer insbesondere in verkehrsarmen Zeiten häufig ein Rotsignal, obwohl kein kreuzender Verkehr vorhanden ist. Dies führt zu unnötigen Wartezeiten, erhöhtem Kraftstoffverbrauch, zusätzlichem Bremsverschleiß und vermeidbaren Emissionen. Eine Modernisierung der Ampelsteuerung kann den Verkehrsfluss verbessern und gleichzeitig die Umwelt entlasten.

Ein anderes konkretes Beispiel ist die Bedarfsampel an der Hannoverschen Straße in Höhe des Hotels. Werden dort innerhalb kurzer Zeit mehrere Grünphasen für Fußgänger angefordert, kommt der Verkehr auf der Hannoverschen Straße wiederholt zum Stillstand. Ursache hierfür ist eine Steuerung, die jede einzelne Anforderung unmittelbar berücksichtigt. Durch eine intelligentere Steuerung sollte es möglich sein, mehrere Anforderungen zu bündeln und dadurch den Verkehrsfluss deutlich zu verbessern, ohne die Sicherheit der Fußgänger einzuschränken.

An verschiedenen Kreuzungen sollte darüber hinaus geprüft werden, ob Grünpfeile für Rechtsabbieger eingerichtet werden können. Wo es die Verkehrssicherheit zulässt, lassen sich dadurch unnötige Wartezeiten vermeiden und der Verkehrsfluss verbessern.

Die Radwegesituation und der Zustand vieler Radwege sind in weiten Teilen der Gemeinde nicht zufriedenstellend und deutlich verbesserungswürdig. Die notwendigen Baumaßnahmen sind jedoch mit erheblichen Kosten und Beeinträchtigungen verbunden, sodass größere Verbesserungen voraussichtlich nur schrittweise über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden können. Dies sollte jedoch kein Grund sein, notwendige Maßnahmen aufzuschieben. Auch wenn eine vollständige Umsetzung Zeit benötigen wird, sollten die erforderlichen Verbesserungen konsequent und Schritt für Schritt verwirklicht werden.

Ein weiteres Problem ist die Benutzung der Radwege auf der falschen Straßenseite entlang der Hauptverkehrsstraßen. Dadurch entstehen immer wieder gefährliche Situationen für alle Verkehrsteilnehmer. Um dieses Fehlverhalten wirksam einzudämmen, halte ich gezielte Kontrollen für erforderlich. Verkehrsregeln sollten konsequent durchgesetzt werden, damit sie ihre Schutzwirkung für alle Verkehrsteilnehmer entfalten können.

Tempo-30-Bereiche auf Hauptverkehrsstraßen sollten nur dort eingerichtet und beibehalten werden, wo sie aus Gründen der Verkehrssicherheit tatsächlich erforderlich sind. Andernfalls wird der Verkehrsfluss unnötig beeinträchtigt.

Wirtschaft

Eine leistungsfähige Wirtschaft ist eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung unserer Gemeinde. Sie schafft Arbeits- und Ausbildungsplätze, stärkt die Kaufkraft vor Ort und trägt durch Gewerbesteuereinnahmen wesentlich zur Finanzierung kommunaler Aufgaben bei. Eine starke Wirtschaft kommt deshalb allen Bürgern zugute, sie ist kein Selbstzweck und sie ist absolut erforderlich.

Die Aufgabe der Gemeinde besteht nicht darin, wirtschaftliche Entwicklungen zu steuern oder unternehmerische Entscheidungen zu ersetzen. Sie besteht vielmehr darin, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Unternehmen erfolgreich arbeiten, investieren sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern oder neu schaffen können. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung ist deshalb ein wichtiger Standortfaktor.

Für mich bedeutet Wirtschaftsförderung weit mehr als die Vermarktung von Gewerbeflächen oder die Ansiedlung neuer Unternehmen. Sie beginnt bei einer leistungsfähigen Verwaltung mit kurzen Entscheidungswegen und lösungsorientierten Genehmigungsverfahren. Sie umfasst ebenso eine gute Verkehrsinfrastruktur, den Ausbau der Digitalisierung, eine verlässliche Kinderbetreuung für berufstätige Eltern und die Bereitstellung bedarfsgerechter Gewerbeflächen. Viele kommunale Aufgaben sind deshalb zugleich auch Wirtschaftsförderung.

Ebenso wichtig ist der regelmäßige Austausch mit den Unternehmen vor Ort. Nur wer ihre Anliegen und Herausforderungen kennt, kann ihre Entwicklung wirksam unterstützen. Ich möchte deshalb den Dialog mit den Betrieben pflegen und mich dafür einsetzen, unnötige bürokratische Hürden abzubauen sowie Investitions- und Genehmigungsvorhaben im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zügig und lösungsorientiert zu begleiten.

Neue Gewerbeflächen sollten dort entstehen, wo sie städtebaulich sinnvoll und wirtschaftlich notwendig sind. Gleichzeitig müssen die Interessen der Anwohner sowie die Belange des Natur- und Umweltschutzes angemessen berücksichtigt werden. Eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde setzt voraus, wirtschaftliche, ökologische und soziale Belange verantwortungsvoll gegeneinander abzuwägen.

Eine wirtschaftlich starke Gemeinde verfügt über größere finanzielle Handlungsspielräume. Zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen ermöglichen Investitionen in Schulen, Kindertagesstätten, Straßen, Sportanlagen, Kultur, Vereine und viele weitere Aufgaben der Gemeinde. Ich möchte mich deshalb dafür einsetzen, dass Isernhagen auch künftig als attraktiver Wirtschaftsstandort wahrgenommen wird – sowohl für die bereits hier ansässigen Unternehmen als auch für Betriebe, die sich neu in unserer Gemeinde ansiedeln möchten.

Vereine

Eine lebendige Vereinslandschaft ist ein wesentlicher Bestandteil einer starken Gemeinde. Vereine bringen Menschen zusammen, fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schaffen Angebote, die das Leben in Isernhagen bereichern. Sie vermitteln Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zum generationenübergreifenden Miteinander.

Die Sportvereine fördern die Gesundheit, bieten Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung und stärken den Gemeinschaftssinn. Darüber hinaus leisten sie einen wichtigen Beitrag zur sozialen Entwicklung junger Menschen. Sport verbindet Menschen unabhängig von Alter oder persönlichen Lebensumständen. Ebenso wichtig sind jedoch die zahlreichen anderen Vereine in unserer Gemeinde. Sie alle tragen auf ihre Weise dazu bei, Isernhagen lebendig und vielfältig zu gestalten. Das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder verdient Anerkennung und Wertschätzung.

Die Aufgabe der Gemeinde besteht nicht darin, das Engagement der Vereine zu ersetzen, sondern gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu schaffen. Hierzu gehören eine verlässliche Zusammenarbeit sowie eine angemessene finanzielle Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten der Gemeinde.

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass alle Vereine in Isernhagen auch künftig gute Bedingungen für ihre Arbeit vorfinden. Eine starke Vereinslandschaft stärkt den Zusammenhalt unserer Gemeinde und macht Isernhagen für Menschen jeden Alters lebens- und liebenswert.

Feuerwehr

Die Sicherheit unserer Gemeinde beginnt nicht erst mit der Ausstattung der Feuerwehr, sondern mit den Menschen, die bereit sind, sich freiwillig für andere einzusetzen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr stehen rund um die Uhr bereit, um Menschen zu helfen, Brände zu bekämpfen, technische Hilfe zu leisten und Leben zu retten. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich und verdient höchsten Respekt und große Anerkennung.

Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht nur eine Einrichtung der Gemeinde, sondern vor allem eine Gemeinschaft von Bürgern, die freiwillig Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen. Die Einsatzkräfte investieren einen erheblichen Teil ihrer Freizeit in Ausbildung, Übungen und Einsätze und setzen dabei nicht selten ihre eigene Gesundheit aufs Spiel. Ohne dieses außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement wäre der Brandschutz in unserer Gemeinde nicht denkbar.

Die Aufgabe der Gemeinde besteht darin, den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit zu bieten. Hierzu gehören eine zeitgemäße Ausrüstung, gut ausgestattete Feuerwehrhäuser und moderne Einsatzfahrzeuge. Ebenso wichtig ist die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehren, denn sie sichern den ehrenamtlichen Nachwuchs und damit die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Wertschätzung der Freiwilligen Feuerwehr sollte sich jedoch nicht allein in einer guten Ausstattung ausdrücken. Wer bereit ist, jederzeit Verantwortung für die Sicherheit anderer zu übernehmen, verdient auch die Anerkennung und den Respekt der gesamten Gemeinde. Dieses ehrenamtliche Engagement ist ein Vorbild für unsere Gesellschaft und ein unverzichtbarer Bestandteil einer starken Gemeinschaft.

Ich möchte mich deshalb als Bürgermeister dafür einsetzen, die Freiwillige Feuerwehr in ihrer wichtigen Arbeit verlässlich zu unterstützen.

Wohnen

Bezahlbarer Wohnraum gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der kommenden Jahre. Junge Menschen, Familien, Alleinerziehende und Senioren stehen gleichermaßen vor der Schwierigkeit, geeigneten Wohnraum zu finden. Unterschiedliche Lebenssituationen erfordern unterschiedliche Wohnformen. Eine moderne Gemeinde sollte deshalb nicht auf eine einzige Lösung setzen, sondern vielfältige Angebote ermöglichen. Die Aufgabe der Gemeinde besteht nicht darin, den Wohnungsmarkt zu ersetzen, sondern gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass neuer und bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.

Mein Ziel ist es, dass Menschen in jeder Lebensphase die Möglichkeit haben, in Isernhagen ein passendes Zuhause zu finden und auch langfristig in unserer Gemeinde wohnen bleiben können – als junge Erwachsene, als Familie oder im Alter.

Ich möchte deshalb unterschiedliche Wohnformen fördern und neue Wege offen prüfen. In allen Ortschaften sehe ich grundsätzlich das Potenzial für kleinere Tiny-Haus-Siedlungen als ergänzende Wohnform. Sie können insbesondere für Einzelpersonen, Paare oder Senioren eine attraktive und vergleichsweise kostengünstige Alternative darstellen. Ein Modellprojekt könnte erste Erfahrungen liefern und aufzeigen, welche Möglichkeiten sich für Isernhagen daraus ergeben.

Die Gartenstadt Lohne ist für mich ein Vorzeigeprojekt für bezahlbares Wohnen, dessen ursprüngliche Planung jedoch nicht vollständig umgesetzt worden ist. Ich halte es für sinnvoll zu prüfen, ob die Realisierung eines weiteren Bauabschnitts heute möglich ist und ob an anderer Stelle in der Gemeinde ein vergleichbares Projekt entstehen kann, um zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Darüber hinaus sollte die Gemeinde den Mietwohnungsbau aktiv unterstützen. Hierzu gehört insbesondere die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften. Solche Kooperationen können dazu beitragen, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in unserer Gemeinde gerecht zu werden.

Eine vorausschauende Wohnraumentwicklung stärkt den sozialen Zusammenhalt und trägt dazu bei, dass Menschen ihre Heimatgemeinde nicht verlassen müssen, weil sie dort keine passende Wohnung finden. Ich möchte mich deshalb dafür einsetzen, dass Isernhagen auch künftig eine Gemeinde bleibt, in der Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Einkommen ein bezahlbares Zuhause finden können.

Schlusswort

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Gedanken, Standpunkte und Vorschläge zu lesen.

Mir ist bewusst, dass nicht jeder jede einzelne Auffassung teilen wird. Das ist in einer demokratischen Gesellschaft selbstverständlich. Entscheidend ist für mich, dass politische Entscheidungen offen, nachvollziehbar und sachlich diskutiert werden und stets dem Wohl unserer gesamten Gemeinde dienen.

Ich möchte Bürgermeister für alle Einwohner Isernhagens sein – unabhängig davon, wen sie wählen, woher sie kommen oder welche Meinung sie vertreten. Das Amt des Bürgermeisters verstehe ich als überparteiliches Amt im Dienst der gesamten Gemeinde. Zuhören, Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln – das ist mein Verständnis guter Kommunalpolitik.

Wenn Sie den Eindruck gewonnen haben, dass ich der richtige Bürgermeister für Isernhagen bin, freue ich mich über Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

Herzlichen Dank!

André Marburg
Ihr Bürgermeisterkandidat für Isernhagen